Dienstag, 21. August 2018

Katzenberg und Killenberg – eine Eifel-Wanderung

Am Sonntag war es mal wieder ziemlich warm. So ca. 25 – 27 Grad in der Eifel und viel Sonne. Die knapp 15 km lange Wanderung bot nicht viele Schwierigkeiten, dennoch war ich ziemlich schlapp unterwegs und musste häufiger mal pausieren. 

Start- und Endpunkt der Wanderung war die Bahnstation Lissendorf, die ich häufiger mal gerne als Endpunkt einer Wanderung auswähle – allein schon wegen des Biergartens in der rd. 350 m entfernten Birgeler Wassermühle, wo man am Ende der Tour in angenehmen Ambiente mit Käsekuchen und Eiszeit-Weizen „notlanden“ kann. 

Diesmal wollte ich den Katzenberg und den erst kürzlich von mir entdeckten Killenberg erstmals genauer in Augenschein nehmen. Von Lissendorf aus ging ich am Dennertsberg entlang und näherte mich dem Katzenberg von Osten auf einer nicht regulären Route:


An einem weglosen Bachtal fand ich einen halbskelettierten Fuchs und kämpfte mich am Rande eines Maisfeldes hoch. 


Weiter oben wurde der Berg von Rindern beweidet, so dass ich mich auf einem wenig begangenen, angedeuteten Pfad durch den Wald zum Gipfel bewegen musste. 


>Rinder am Katzenberg. Im Hintergrund sieht man die Kapelle Wahlhausen.<

Viel zu sehen gabe es am Gipfel allerdings nicht, eben Wald und eine zugewucherte Wiese, alles etwas von Trockenheit gezeichnet. Eine undatierte, wahrscheinlich sehr zugewachsene Wallbefestigungsanlage soll es hier aber auch noch geben, las ich später. Außerdem ist der Gipfel Naturschutzgebiet. 

Es sah nicht so aus, als könne ich auf der anderen Seite des Berges runter gehen, also ging ich zurück, umrundete die Viehweide und nahm dann die Reste des alten Steinbruchs auf der anderen Seite in Augenschein. Der Steinbruch ist durch einen Picknickplatz mit Hütte überformt. Spektakulär ist dieser Ort nicht, auch wenn man einige Buntsandstein-Felsen sieht. Die dort früher abgebauten rötlichen Steine zieren heute noch beispielsweise Grabsteine auf dem örtlichen Friedhof des Dorfes Basberg am Fuße des Katzenberges. 


 >Motive aus Basberg<


Am Steinbeuel vorbei ging ich zum Killenberg. Vor rd. 4 Wochen habe ich bereits dort ein Motiv des Berges gezeigt. Jetzt am Sonntag bot sich kein so gutes Motiv, denn der Berg befand sich im Gegenlicht und die blauen Phacelia-Felder waren weitgehend verblüht. Aber diesmal besucht ich den Berg wirklich. Auch hier kein „echter“ touristischer Pfad. An den Palagonittuff-Wänden ging ich unten vorbei: 


Der Weg nach oben führt dann durch durch hohe, strohgelbe „Steppen-Vegetation“ in eine hügelige Landschaft, die man wohl als ehemalige Abraumhalden bezeichnen kann:


Man hat dort einen guten Blick auf das Dorf Auel. Ab und zu sieht man Tuff-Felsen. 

Ich verließ den Killenberg und ging über die Felder zur Votivkapelle Wahlhausen oberhalb des Dorfes Steffeln: 


An dieser weithin sichtbaren Kapelle auf ca. 560 m NN war ich vor einigen Jahren schon einmal. Sie wurde 1946 errichtet – sozusagen als Dank für den zu Ende gegangenen Krieg. Innen in der Kapelle gibt es einen Altar, ein Kreuz und viele Maria-Dank-Tafeln, außerdem ein Buch, in dem Pilger Dank sagen und Hilfsgesuche äußern können. Auf dem Weg den Hang hoch, gab es viele Schlehenbüsche mit ihren blauen, sauer-bitteren Beeren:

 
Von der Kapelle aus nahm ich den am wenigsten mühsamen Weg nach Lissendorf. Er führte meist über Feldwege, vorbei an einigen Höfen und vorbei an dieser Sonderbarkeit: 


In der Birgeler Wassermühle gab es noch den ersehnten Käsekuchen und Eiszeit-Weizenbier. Auch diesmal zog das Bier wieder ordentlich rein, war aber notwendig vor der etwa 75-minütigen Zugfahrt zurück nach Köln. 

Kommentare:

  1. Also, die sattblaue Telefonzelle hat ihren Wert....sei es als Fotomotiv, sei es als Regenunterschlupf!

    AntwortenLöschen
  2. Oh, nach erneutem Blick stelle ich fest: Irrtum, sie ist sattGRÜN. :-)

    AntwortenLöschen
  3. Und wenn eine Wandergruppe vorbei kommt, dürfen die einen im Trockenen stehen und die anderen das dann photographieren. Ah, ich verstehe. Der Nutzen wurde bewiesen.

    AntwortenLöschen