Freitag, 20. Juli 2018

Eifel-Wanderung Oberbettingen – Duppacher Weiher – Lissendorf

Am letzten Sonntag war es auch im Wandergebiet mit ca. 27 Grad Maximum (im Schatten) ziemlich warm und anfangs auch sehr sonnig. Ich spürte schon ziemlich bald Kreislaufprobleme, weshalb ich die Tour auf 15,5 km abkürzte. Die Kreislaufprobleme (wenn es denn welche sind) sind bis heute noch nicht ganz behoben. 

Nach Oberbettingen kam ich im Grunde nur, weil die Bahn nach vielen Wochen irregulären Fahrplans wieder regulär anderthalb Stunden nach Gerolstein brauchte. In den Wochen zuvor waren es zwei Stunden – und das war mir dann zu viel. 

Ab der Bahnstation Oberrbettingen führte die Tour zunächst weitgehend entlang von Feldern 100 Höhenmeter bergauf zum Geisberg. Korn- und Mohnblumen lockerten die gelbbrauen Rapsfelder auf. 


 >Südwestlich von Oberbettingen<


Auch der Geisberg bietet kaum Schatten, aber unweit des höchsten Punktes gibt es eine Sitzbank unter zwei großen Fichten: 


Hier verweilte ich bestimmt eine halbe Stunde. Man hat gute Sicht auf die Ortschaft Auel. 

Ich ging dann weiter zum Duppicher Weiher, da ich dort noch nie war. Es handelt sich hierbei um ein sogenanntes Trockenmaar. Es hab hier mal einen ca. 16 ha großen See, der in den 1930er Jahren trocken gelegt worden sein soll, um landwirtschaftliche Fläche zu gewinnen. Geomorphologisch ist es ein ca. 40 m tiefer halbkreisförmiger Kessel, der vom Oosbach durchflossen wird.
 

>Man sieht hier gut die halbkreisförmige Struktur des Trockenmaares<

Unten am Bach, am Rande des Kessels liegt der Weiler Weiermühle, nur wenige Häuser und Höfe. 


>Hofruine, Weiermühle<



>Ein abseitig gelegener Hof, Duppacher Weiher<

Am Oosbach lang ging ich dann nach Norden Richtung Auel. Das war die Abkürzung, denn ursprünglich wollte ich auch noch nach Duppach gehen. 


>Kleiner Fuchs<

Streckenweise sah es nach Gewitter aus. Aber es war weder eines angesagt, noch erwischte mich eines in der Eifel. 


>Kirche, Auel<

Nordwestlich von Auel entdeckte ich den Killenberg. Die topographische Karte, die auch in 2004 bereits erheblich an Qualität eingebüßt hatte, verrät nicht, dass hier alte Steinbrüche, die vor mindestens 100 Jahren aufgegeben wurden, den Berg prägen. Abgebaut hat man hier Palagonittuffe. Diese Steinbrüche muss ich demnächst unbedingt noch erkunden. 


>Killenberg mit Phacelia-Feld im Vordergrund<

Optisch interessant waren auch die blaublühenden Phacelia-Felder in der Umgebung. Man sieht sie nicht so oft in der Eifel, und hier hatte man gleich drei solcher Felder im Blick. Diese auch „Bienenfreund“ genannte Pflanze zieht viele Honig sammelnde Insekten an. Ich sah indes vorwiegend Hummeln. 

Von Auel ging ich nach Lissendorf. 


>Blick auf den Vulkan Katzenberg. Oben war ich bisher noch nicht. Ich bin nicht sicher, ob es einen Weg gibt, denn der Gipfel ist bereits seit 1939 Naturdenkmal. Bei Gelegenheit werde ich das auch noch erforschen.<

Auf der anderen Seite der Bahngleise, in Birgel, kehrte ich der Historischen Wassermühle ein, einer meiner Eifeler Lieblingsbiergärten, wo ich Käsekuchen und zwei Eiszeit-Weizen orderte. Vom Endspiel der Fußball-WM habe ich dort nix mitbekommen, lauschte stattdessen den klappernden Muschelschalen eines Windspiels. 

Kommentare:

  1. Tolle Fotos hast du wieder mitgebracht. Wandern im Hochsommer ist schon ganz schön heftig, wenn einem die Sonne aufs Hirn brutzelt. Hatten wir letzten Sonntag auch. Die letzten paar Meter haben wir uns nur noch von Schatten zu Schatten geschleppt.
    LG, Varis

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  2. Den Fotos nach ist das eine sehr schöne Tour. Chapeau, dass Sie in der Hitze gewandert sind.

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