Dienstag, 22. Mai 2018

Die Ordensburg in Malbork

Villa Centrum, Malbork, 17 €/Nacht. Ein stinknormales Haus, 50er-Jahre-Stil?



Das Haus liegt günstig zwischen Bahnhof und Marienburg genau in der Mitte. Daneben lag ein industrieller, unzugänglicher Lost Place, atmosphärisch auch interessant.

Ich verließ die Ostseeküste, war allerdings versucht, doch noch eine Nacht zu verlängern.

Der Bus nach Lebork kam zu spät und trödelte auch noch herum, so dass ich den ausgesuchten Intercity deutlich verpasste, aber es fuhren noch andere Züge, so dass ich gegen 14:30 Uhr doch noch Malbork erreichte. Die Unterkunft lag recht nahe und das Ziel, die Burg, auch. Ich hatte mich kundig gemacht und wusste, dass sie bis 19 Uhr geöffnet hat.

Die Marienburg, die als größtes Bauwerk der Backsteingothik gilt, hat eine wechselvolle Geschichte - ich muss hier auf Wikipedia verweisen. Auch im Zweiten Weltkrieg wurde sie erheblich beschädigt, was man am Mauerwerk deutlich sieht. Oder in der damals weitgehend zerstörten Klosterkirche:



Insgesamt empfand ich den riesigen Komplex als deutlich übersaniert, aber die Burg liegt gut an der Nogat und von der anderen Seite des Flusses hat man perfekte Fotomotive vom Gebäudeensemble:



In den Innenhöfen der Burg und zwischen den Umwallungen kann man gut herumlaufen.



Man kann auch auf den Turm. Er bietet u.a. Ausblick auf die Nogat:



Ansonsten gab es wenig zu sehen für mich, zumal das Museum geschlossen hatte.

Nach der Besichtigung fand ich am Fluss noch einen ansprechenden gastronomischen Laden mit Bänken draußen, konnte erstmals auf dieser Reise Bigos - als Inbegriff der klassischen polnischen Küche -  erstehen, dazu noch eine Bratwurst und ein Bier. Das ist wirklich selten zu finden heute, fast überall gibt es eindeutig zu viele Pizzerien und Kebabläden.

Die Stadt hat noch ein paar wenige andere Sehenswürdigkeiten, beispielsweise diesen denkmalgeschützten alten Wasserturm.



Kommentare:

  1. Eine imposante Burg. Werde mich mal bei Wiki schlau machen.
    Da du das Essen erwähnst, es ist irgendwie traurig, das überall Pizzarien, Dönerläden und Fast Food Restaurant Einzug halten und die traditionelle Küche in Vergessenheit gerät. Das liegt natürlich auch oft an den Touristen selber, die ziemlich wählerisch ist: Was der Bauer nicht kennt, (fr)isst er nicht ..., sagt man bei uns.

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  2. Die Leute essen eben gerne Pizzen und Döner, deshalb gibt es die Läden. Und es sind nicht nur die Touristen. Ich selbst hätte gern viel mehr Bigos gegessen, ansonsten experimentiere ich auch nicht so gerne, wenn ich es nicht lesen/übersetzen kann.

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