Montag, 30. März 2009

Sandakan, Sepilok (2)

Vorgestern stand ich also kurz vor 6 Uhr in Semporna auf, scheckte aus und ging zum Busbahnhof, aß dort Spiegeleier auf Toast, trank einen (schlechten) Kaffee. 7 Uhr 20, bereits 28.5 Grad, 70 % Feuchte. Aber der Bus hatte Aircon, fuhr recht zügig in gut 5 Stunden die Strecke nach Sandakan, machte eine angemessene Pause in der Mitte. Diesmal scheckte ich bei den Sandakan Backpackers ein, 13-14 €/Nacht incl. Frühstück - sozusagen direkt an der neuen "Freizeitmeile" der Stadt.

Da mir das Mee Goreng Seafood in Semporna an zwei aufeinanderfolgenden Tagen bei zwei verschiedenen Chinesen nicht so gut bekam (etwas Durchfall, vermutlich ein Problem in der Kühlkette des etwas rückständigen Sempornas), ging ich mal wieder in einen KFC-Laden. Seither überlege ich aber doch, wer die schlechtesten Hühnchen braten kann. Sabah hat da einige Kandidaten, die in die engere Wahl kommen.

Ich war in einem modernen Aircon-Drogeriemarkt, als in der Stadt partiell der Strom ausfiel - die Mädchen hatten Taschenlampen und batteriegetriebene Handscanner, um trotzdem noch kassieren zu können.

Zum Sonnenuntergang kann man den Blick über das Meer schweifen lassen, sieht Frachter und die kleinen Kriegsschiffe des an die Flaniermeile angrenzenden Militärhafens. Ratten, Kakerlaken und Katzen leben zwischen den großen ins Meer geschütteten Steinen am Flanierkai. Aber es war nur eine Ratte, die ich in Sandakan sah.

Das Frühstück am nächsten Morgen musste man sich selbst machen - das hat Vorteile beim Toasten und Kaffee machen. Ich fuhr dann wieder mit dem 1-€-Bus zum 25 km entfernten Sepilok.

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>Sepilok, Eingangsbereich<

Diesmal war es deutlich interessanter dort. Morgens kamen 5 - 6 Orang Utans, und vor allem kamen sie aus dem Bäumen, hingen oder saßen dort:

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Auf einem kleinen Bäumchen schlief noch eine kleine grüne Viper:

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Sepilok ist schon ganz schön "schwitzig", wenn man da im Halbschatten der Bäume oder gar aus photographischen Gründen in der Sonne steht, um die Orangs abzulichten - man ist schnell schweissgebadet, ohne überhaupt etwas getan zu haben.

Ich vermied es diesmal, nach der ersten Fütterung noch mal in den Regenwald weiter rein zu gehen, nachdem ich letztens dort von 4 Blutegeln gebissen wurde, döste stattdessen bei 32 Grad in einer abgeschatteten Rotunde mit Sitzbänken und wartete auf die Nachmittagsfütterung. Am Nachmittag war es dann auch spannend, weil ein Orang Utan und diverse Makakken auf die Besucherplattform kamen.

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>Die Besucherplatform wird erobert<


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>Der Affe tut unschuldig, aber hier droht Gefahr - besonders für die Brille des Touristen!<


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Am späten Nachmittag suchte ich wieder die "Flaniermeile" auf, trank Kaffee und unterhielt mich mit einem Philippino (na klar, es ging ihm wesentlich darum, mir klar zu machen, dass es eine gute Idee wäre, jetzt endlich eine malaysische oder philippinische Frau zu heiraten, von denen es hier viele Kandidatinnen gäbe).

Abends trank ich - wie zuletzt immer schon gewohnheitsgemäß - bei einem Chinesen 2 Tiger-Beer-Dosen. Viel Auswahl gibt es in Sandakan allerdings nicht.

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