Freitag, 13. März 2009

Canopy Skywalk und weitere Höhlen

Gestern in Mulu (Borneo), Notizen aus meinem Tagebuch:


20 Uhr, es giesst. Die Nachtexkursion säuft gerade am 3. Tag in Folge im Regen ab - was erklärt, weshalb ich keine gemacht habe. Aber es ist der erste große Regen an diesem Tag, ansonsten war es sehr schön, heiter bis wolkig.

Heute Morgen fuhr ich mit einigen anderen Touristen per Boot den Melinau runter zur Windcave.


Unterwegs machten wir noch an einem kleinen Handwerkermarkt vor einem Langhaus halt - sehr touristisch.


>Langhaus vor Mount Api<





>Kinder auf dem Handwerkermarkt<

Die Windcave ist eine Schauhöhle, die tatsächlich sehr schöne schlanke Säulen und Stalagmiten zu bieten hat - und alles ist unzerstört.







>Windcave<

Wir gingen dann weiter zur Clearwater Cave, in der ein Fluss fliesst - ungefähr so breit wie die Erft nahe ihrer Mündung. Diese Höhle wurde von der National Geographic Society erforscht und ist 162 km lang. Es ist nicht das längste, aber hinsichtlich des Luftvolumens das größte Höhlensystem der Welt, weil es hier riesige Hallen gibt.

Wo der Fluss austritt, kann man häufig große Schmetterlinge am Pool sehen:



>Diese Schmetterlinge haben einen enorm schnellen Flügelschlag, häufig auch wenn sie sitzen und sind dann nicht scharf abbildbar<

Wer so etwas wie Adventure Caving machen will, sollte hierhin fahren, denn die Leute sind erfahren und gut ausgerüstet - nichts von wegen kleiner Kinder, die schlecht ausgerüstet in die Höhlen voran gehen wie z.B. in Laos. Man muss hier seine internationale Qualifikation nachweisen oder, wenn man das nicht kann, kann man vor Ort Prüfungen ablegen, sprich, sein Können erst einmal anhand leichter und mittelschwerer Höhlen nachweisen, bevor man für die schwierigen Höhlen, wozu auch die großen Hallen im Untergrund gehören, zugelassen wird.

Das ist nichts für mich. Wir waren jedenfalls nur einige ausgebaute 100 m in der Höhle, dann fuhren wir mit dem Boot zurück. Ich ging in die Kantine, etwas essen und dann ging's zum Canopy Skywalk, jene Hängebrücken, die in 25 - 30 m Höhe über 450 m Länge durch den Regenwald führen.



Ich kann nicht behaupten, dass dieses Hangebrückenwandern meine Lieblingsbeschäftigung werden könnte - mal abgesehen davon, dass ich keine Ahnung habe, ob alle 6 Monate mal ein TÜV vorbei kommt, um die Sicherheit der Konstruktion zu prüfen, wackelt und knarrt es unangenehm.

Anhand der Kakaphonie der Dschungelgeräusche wird schnell klar, dass die Bäume voller Leben sind. Man hört viel, man sieht aber wenig davon. Nur gegen Ende der halbstündigen Tour, die ich mit einem anderen Touristen machte, zeigte uns der Ranger eine kleine süße Baumschlange, 30 - 40 cm lang, 5 mm breit, grünbraun, aber mit einer orangeroten Zunge, die sich für uns interessierte.




>Davon mal abgesehen, gab's hier echt mächtige Bäume - der Verfasser hier als Maßstab, leider waren die Lichtverhältnisse schwierig<

Schautafeln erklären überall auf dem Skywalk die Ökologie eines Regenwaldes und benennen auch die Bäume, die man passiert, und ihre Nutzung.



Danach machte ich noch eine halbstündige Wanderungen zu kleineren Wasserfällen. Auf diesem Weg gab es einige Bäume zu sehen, die von Würgefeigen befallen waren und langsam erdrosselt werden.



>Würgefeige<




>Brettwurzeln entwickeln sich auch schon bei den jungen Bäumen<

Dann schlug ich auf dem Rückweg wieder den Weg zum Bat Oberservatorium ein.




>"Heuschrecken"<






>Baumfrosch<

Es gab wenig neue Aspekte, außer vielleicht, dass die ausfliegenden Fledermäuse gegen den blauen Himmel nicht besser zu sehen sind als gegen den grauweißen, den wir gestern hatten:







Weil es heute am Tage kaum regnete, stiegen wieder die Temperatur- und Luftfeuchte-Werte. Letztere erreichte 88 %, während die Temperaturen von 23 auf 28 Grad stiegen.

(Restored, slightly changed, February 2018. The original photos have been destroyed bei Internet-Virus, so it is not possible to show more bigger photos from this place).


Point placed at Mulu National Park on the website stories-and-places.com

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