Dienstag, 6. März 2007

Nach Muar (Malaysia)

c/o River View Hotel, Muar, West-Malaysia

Gestern kaufte ich um 8 Uhr 15 ein Bootsticket für 10 Uhr 15, frühstückte in Tanjung Pinang in einem Cafe, ging dann an Bord des Schnellboots "Marina Indah 8" und erreichte in 3 Stunden die malaiische Stadt Johor Bahru, jene Grenzstadt, die über eine Brücke mit Singapur verbunden ist.

[um 11 Uhr 45 Ortszeit gab es ein Erdbeben mit Epizentrum zwischen Padang und Bukittinggi, das auch in Malaysia und Singapur zu spüren war - ich befand mich also auf dem Boot und habe nichts mitbekommen].

16 Dollar kostete das Ticket. In der letzten Stunde der Fahrt kam man an vielen Schiffen, Werften, Tankanlagen und Kraftwerken vorbei, die im westlichen Meeresarm um Singapur zu finden sind - ist was für Hafenfetischisten.


Johor Baru Harbour

>Das Boot, angekommen in Johor Baru<

Im Bootsterminal tauschte ich meine Rupien gegen Ringgits ein, später noch im Busbahnhof einen Euroschein. Mit einem Taxi fuhr ich für unverschämte 5 Dollar zum Busbahnhof und kaufte ein Busticket zur zweieinhalb Busstunden entfernten Kleinstadt Muar. Den Bus hätte ich fast verpasst, hatte schon Kaffee bestellt, als mir ein- bzw. auffiel, dass die Zeit in Malaysia eine Stunde weiter ist als in Indonesien.

In Muar

>In Muar mit seinen alten zweigeschossigen chinesischen Häusern<

Muar liegt an einem großen stinkenden Fluss an der West-Küste, nahe der Mündung des Flusses ins Meer - ungefähr auf der Hälfte zwischen Singapur und Kuala Lumpur.

Der luxuriöse Bus fuhr weitgehend die schnelle, aber langweilige Autobahnstrecke. Ausser riesigen Ölpalmen-Plantagen auf den Ebenen mit eingestreuten kleineren Bananenpflanzungen und gelegentlich bewaldeten Hügeln und Bergen sieht man fast nichts Anderes.

In Muar habe ich mir fast die Füsse Wund gelaufen auf der Suche nach einer günstigen Unterkunft. Vergeblich - ich kam an 5 Wismas vorbei, die alle bankrott und geschlossen waren. Schliesslich, ziemlich fertig, stieg ich im großen River View Hotel ab - 15 Euro für ein riesiges, aber anonym wirkendes Aircon-Zimmer - naja, bei 30.1 Grad und 69 % Feuchte noch um 22 Uhr, wahrscheinlich eine gute (d.h. erholsame), wenn auch teure Unterkunft.


In Muar

>In diesem Hotel kam ich nicht unter (wenn es denn wirklich ein "gewöhnliches" Hotel war)<

Musste erst mal duschen, die Kleider wechseln. Aß dann am Fluss Mie Goreng mit Huhn in einem malaiischen "Ess-Bazar", der (natürlich) kein Bier hatte. Ging danach nahe dem Hotel in einen chinesischen "Ess-Bazar' und trank ein Tiger-Beer.


In Muar

>Muar - altes Haus<

In Muar gibt es noch viele alte, meist 2-stöckige chinesische Häuser aus der Zeit um 1920, die in verwaschenen Pastellfarben (rot, blau, gelb) angemalt sind und ganze Straßenzüge bilden.

In Muar

>Häuser eines typischen Straßenzuges in der Altstadt von Muar<

Das ist hier schon sehr chinesisch, es gibt auch viele chinesische Tempel, die in die Straßenzüge integriert sind. Eigentlich ist die Stadt so ganz hübsch. Touristen: keine.


In Muar

>Weitere Eindrücke aus Muar<

In Muar

Die Reklame an den Häusern ist oft 3-sprachig: malaiisch - chinesisch - englisch. Im Grunde leben in Malaysia die durchaus verschiedenen Gesellschaften der Malaien und Chinesen friedlich mit- und nebeneinander.


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