Freitag, 16. Februar 2007

Sungaipenuh - Endpunkt der Reise in den Süden

Morgen schecke ich aus dem Matahari Hotel aus - zu teuer (7,5 Dollar/Nacht) - und fahre zurück in Richtung Bukittinggi. Das Hotel ist groß, dennoch ein Familienbetrieb. Das Zimmer absichtlich gewählt von einer besseren Klasse: ruhig, groß, mit Bad/Klo (Mandi) inside, eine lange Leuchtstoffröhre spendet viel Licht.

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>In Sungaipenuh<

Gestern hatte ich ja nicht so viel gemacht, war beim Schuster, habe in einem guten Kaffee Kuchen gegessen, Jackfruit auf dem Markt gekauft, war 4 Stunden im Internetcafe, traf Ferry und den Philosophieprofessor.

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>Auf dem Markt<

Zurück im Hotel, war die gastgebende Familie gerade beim Abendessen. Ich wurde hinzugebeten, hatte aber keinen großen Hunger. Ein bißchen Reis mit chiligewürzten Bohnen, zwei Fischstücke und eine neue Baumfrucht namens "Terong Pirus" probierte ich dennoch. Kuhhautschwarte mußte ich ablehnen - igitt!

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>Marktstraße in Sungaipenuh<

Was mir hier in Sungaipenuh nicht gelungen ist, ist, an Rupien zu kommen. Mir geht daher das Geld aus - und Sungaipenuh ist im Umkreis von 250 km die größte Stadt. Nix zu machen, ganz egal, ob man Dollar oder Euro oder entsprechende Reiseschecks wechseln oder die Visacard benutzen will. Theoretisch gibt es hier einen geeigneten Bankautomaten, aber er baut anscheinend de facto keine Verbindung zu Visa auf.

Der zweite Grund ist, das ich schon seit 8 Tagen keinen einzigen Traveller mehr gesehen habe. Das ändert sich nicht, wenn man weiter nach Süden fährt.

Der dritte Grund: in Sungaipenuh endet die schmale, aber gute intramontane Straße. Wer weiter in den Süden will, muss entweder die schlechte östliche Küstenstraße nehmen oder im Westen ins Tiefland runterfahren. Der nächste überhaupt im Reiseführer beschriebene Ort ist die an der Küste liegende Kleinstadt Bengkuku. Vor 11 Jahren bin ich da hingefahren - es war eine abenteuerliche und anstrengende Fahrt. In Bengkulu gibt es relativ wenig zu sehen, und sie ist mindestens 12 Busstunden weit weg.

Interessant wäre es aber, nordöstlich in die Berge bei Bengkulu zu fahren und die Kleinstadt Muaraaman (alte Goldminen) und den Lake Tes zu besuchen oder südöstlich die megalithischen Monumente einer untergegangenen Zivilisation am 3.159 m hohen Vulkan Dempo nahe der Kleinstadt Pagaralam. Vielleicht eine eigene Reise, die in Bengkulu startet - für Menschen, die mit hinreichender Wahrscheinlichkeit keinen einzigen Touristen antreffen wollen (und große Mengen Rupien mit sich führen).