Mittwoch, 21. Februar 2007

Kleinbäuerlicher Zuckerrohranbau am Vulkan Merapi

Mit Lin verabredete ich gestern Abend, dass wir uns heute im Falle sichtbaren blauen Himmels per Moped die Dörfer an den Abhängen des Vulkans Merapi ansehen wollen.

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>Am Merapi - Blick auf "Büdchen" in Richtung des wolkenverhangenen Vulkans Singgalang<

Blauen Himmel und Sonne gab's auch, aber die gute Sicht auf den Berg schon nicht mehr. Und bedauerlicherweise fing es schon gegen 15 Uhr wieder an zu schütten, so dass wir die Tour abbrechen mussten.

Wir waren in Dörfern wie Sungaipua und Sariak. Es gibt auch hier alte Häuser im Minangkabau-Baustil, aber nicht so viele.

Hier ein paar Bilder von diesen Häusern:

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>Dieses Haus, nicht mit Minangkabau-Dach versehen, ist allein wegen der alten Reisspeicher sehenswert<

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>Toll auch diese klosterartige Anlage mit dem von Algen bedeckten Teich<

Noch ein paar Bilder zur Landschaft:

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>Die Frauen waren an den Hängen des Merapi meist mit Unkraut jäten beschäftigt - Blick gegen Singgalang<


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>Ein Möhrenfeld<


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>Zimtbäume gab's hier auch<


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>Manchmal sah man schöne Blumen am Wegesrand<


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>Dorf mit Moschee, neugierige Kinder<


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>Reisfelder<


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>Blick hoch zu den wolkenverhangenen Merapi-Hängen - höher geht's allerdings nur noch zu Fuß<


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>Reisfelder, Blick in Richtung benachbarte Berge<

Das einzig Neue neben den vielen hier im Weblog schon beschriebenen Gemüse- und Anbaupflanzen waren ein Auberginenfeld und viele kleine Zuckerrohrfelder.

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>Auberginen<

Aus dem Zuckerrohr werden ca. 12 cm breite Fladen braunen Zuckers hergestellt - der sieht aus und hat die Konsistenz eines plombenziehenden braunen Karamellbonbons.

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>Die Fladen aus Karamellmasse<

Diese Fladen werden dann auf dem Markt verkauft - 1 kg für ca. 30 Cent. Das ist wenig für diese schweisstreibende Schweinearbeit.

Wir konnten die ganz und gar kleinbäuerliche Fabrikation ansehen. Man muss sich in den 3 - 4 m hohen Zuckerrohrfeldern versteckte quasi unsichtbare kleine Hütten vorstellen.

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>Kleinbäuerliche Zuckerrohrverarbeitung inmitten der Zuckerrohrfelder am Merapi<

In der einen, offenen Hälfte der Hütte wird das Zuckerrohr ausgequetscht - und zwar von einem Ochsen, der mit verbundenen Augen im Kreis läuft und so eine mechanische Presse betätigt.

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>Hier wird das Zuckerrohr von einem Ochsen ausgepresst<

Ein Mann schiebt per Hand die Zuckerrohrstangen in die Presse. In der anderen Hälfte der Hütte wird dann ein mit Holz befeuerter Steinofen betrieben, um das Wasser aus dem Saft zu verdunsten.

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>Der Ofen<

Es entsteht eine zähe karamellartige Masse, die lange umgerührt werden muss und dann in Kokosnussschälchen gegossen wird, abkühlt und zu diesen Fladen erstarrt.

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>Das Umrühren der Karamellmasse<

Ziemlich heiss ist es in dieser Hütte mit dem Ofen gewesen.

10 Zuckerrohrstangen ergeben 1 kg Zuckerkaramellmasse.

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