Samstag, 27. Januar 2007

Padang (2)

Habe einigermaßen gut geschlafen - die Klimaanlage lief und morgens waren dann nur noch 26.1 Grad im Zimmer. Ich bin um 9 Uhr aus dem Haus gegangen, nachdem ich ein halbes Stündchen den Geräuschen draußen lauschte - vorwiegend klappernde Sandalen vorbeihuschender Menschen.

Ich ging Richtung Hafen. Am Südrand wird die City von einem Fluss begrenzt.

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>Der Arau River in Padang<

Man sieht dort viele Boote und kolonialzeitliche Lagerhaus- Architektur mit marodem Charme.

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>Alte Hafengebäude aus der niederländischen Kolonialzeit nahe dem Fluß<

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Viele Schwalben nisten dort in den Giebeln und Dachböden. Vermutlich ist diese Gegend der optisch ansprechendste Teil Padangs. Es gibt auch ein paar, ich glaube, taoististische Tempel dort.

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>Auch wenn so manches nach Verfall aussieht, gibt es dennoch Aktivitäten - dies hier, was da in der Sonne trocknen soll, müßten Muskatnüsse sein.<

Um 11 Uhr 30 war ich dann wieder am Meer, trank zwei ganz gute Kaffee's, ass ein paar Nudeln mit Spiegelei, rosa Fischcrispy's (?), Tomaten- und Gurkenstücken in einem der abgeplanten Strandrestaurants.

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>Mie Goreng<

Planen als Sonnenschutz, Regenschutz - aber geregnet hat es bisher noch nicht. Kaltes gibt's in den Strandrestaurants bedauerlicherweise nicht zu trinken, eigentlich nirgendwo außer in Supermärkten. 34.5 Grad, 56 % Feuchte - das ist nix für bereits sommergeplagte Kölner!

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>"Restaurants" an der Meerespromenade in Padang<

Der Strand ist hier natürlich schmutzig, Katzen wühlen im Müll. Vor der Küste sieht man einzelne kleine bewaldete Inseln und ein paar Fischerboote.

Padang ist von Bergen umgeben. Eigentlich wollte ich den chinesischen Friedhof besuchen, der gute Sicht auf die Stadt bieten soll. Ich fand aber nicht den richtigen Weg und ein alter Mann zeigte mir dann den Weg auf eine bewaldete Kuppe am Meer - sozusagen der Hausberg von Padang.

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>Das Bild zeigt den Arau River und den "Hausberg" Padang's<

Nicht hoch, 100 m vielleicht, hat mich dennoch viel Schweiß gekostet.

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>Blick auf Padang vom Hausberg aus<


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>Blick in die andere Richtung auf die Küste nach Süden - ca. 570 Bus-Kilometer entfernt kommt mit Bengkulu wieder ein "bedeutender" Ort mit ca. 60.000 E. Dazwischen ist nicht viel (beschrieben), wo man als Tourist hingehen könnte.<

Oben traf ich 6 Mädchen im Alter von 15/16 Jahren an, mit denen ich eine "Fotosession" gemacht habe.

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>Die Mädchen<

Naja, dass Englisch indonesischer Mädchen ist noch immer nur sehr rudimentär entwickelt.

Oben sah ich auch die ersten zwei Äffchen dieser Reise in den Bäumen turnen.

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>Äffchen auf dem Hausberg Padang's<

Wieder unten trennten wir uns, und ich marschierte in ein Strandrestaurant.

Anschließend ging ich wieder in den Matahari-Supermarkt einkaufen - genau dasselbe wie gestern - ganz wichtig, die grosse Wasserflasche für die Nacht, auch wieder Salaks (Schlangenhautfrüchte), Mandarinen, Kretek-Zigaretten der Marke DJI SAM SOE.

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>Ziemlich aufgemotzte und wild bemalte Personennahverkehrsmittel kreuzen durch Padang.<

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Vorher besuchte ich noch den im Gebäudekomplex integrierten Kentucky Fried Chicken - vor allem wegen der großen eisgekühlten Pepsi-Becher, die man dort kriegen kann, aber zwei Hühnerteile aß ich auch. Der Supermarkt ist mehr ein Vergnügungszentrum als man es in Deutschland gewohnt ist. Sehr laute Musik fast überall. Kinder können auf abgetrennten Flächen in Autos oder Eisenbahnen herumfahren, große "Spielhöllen" gibt's dort.


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>Pferdekutschen an einem weiteren Kaufhaus< 
 
Den eingekauften Kram brachte ich in mein Hotelzimmer und "duschte" erst mal, wechselte verschwitzte, teilweise nasse Klamotten und .... verarztete meine "Wunden", eine Blase unter der Fußsohle (keineswegs von den neuen Sandalen) und eine aufgescheuerte Stelle am Oberschenkel. Und das schon am 2. Tag! Aber es liegt an diesem feucht-tropischen Klima, dass die Haut unter dem Schweißfilm so empfindlich gegen irgendwelche Unebenheiten und harten Kanten in der Kleidung ist.

Um 19 Uhr ist es dunkel, langsam wird das Klima etwas erträglicher, die Temperatur sinkt unter 30 Grad, die Luftfeuchte steigt entsprechend, so um die 67 % waren es. Ich ging wieder raus, kalten Orangen-Juice in einem Supermarkt trinken, saß ein bißchen am Park mit beleuchtetem Fussballfeld.

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>Ein großer, öffentlicher Park in Padang<

In den Strahlen der Neonscheinwerfer jagen Fledermäuse die vom Licht anzogenen Insekten.

Dieses Internetcafe ist zwar langsam, aber immerhin angenehm luftig und temperiert.


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