Sonntag, 11. November 2018

Kölner-Dörfer-Wanderung Zündorf – Langel – Wahn

Am vorherigen Sonntag. Köln besteht nicht nur aus alten Kirchen, Wohnvierteln, Straßen und häßlichen Gewerbegebieten. Im äußersten Südosten wirkt es sogar eher ländlich, es gibt dort sogar noch unverbauten Raum, wo allerdings „nix“ zu sehen ist. Nach Zündorf bin ich mit der Straßenbahn gefahren. Dieses Dorf am Rhein, das allerdings mittlerweile fast ganz mit Porz zusammengewachsen ist, kann als vergleichsweise hübsch angesehen werden. Zwei Kirchen beherrschen den Ortskern: 



Es gibt dort auch einige Fachwerk- und Gasthäuser in Rheinnähe, aber sehr schön und zum Spazieren gut geeignet, sind vor allem die Wege an den abgeschnittenen Altarmen des Rheins, die direkt vor dem Dorfkern liegen: 



Ich ging dort lang und dann am Rheinufer weiter nach Langel. Der Rhein führt zurzeit bekanntlich wenig Wasser. Deshalb gibt es viel Kiesbett am Ufer. 


>Am Rhein bei Köln-Zündorf<


Es ist bemerkenswert sauber am Rhein, man hat vermutlich auch mit freiwilligen Helfern dort aufgeräumt und Müll gesammelt. Jedenfalls weiss ich von einigen Rheinabschnitten hier, dass solche Aktionen gelaufen sind. 


In Zündorf war ich schon mal, in Langel vielleicht noch nie. Auch dort gibt es einen abgeschnittenen Altarm des Rheins vor dem Dorf, eine Kirche und einige ältere Steinhäuser und Höfe. 

 


>Wegekreuz, Rhein-Altarm und altes Haus in Köln-Langel< 



Danach bin ich straight nach Osten durch die Aue gelaufen. Dort ist fast „nix“: 



An einigen Zuckerrüben-Halden und südwestlich von Wahn an einem Golfplatz und einem abgesperrten Kiessee-Biotop kam ich vorbei. 

In Wahn ging ich nur noch einmal um das Schloss herum. Man sah dort wenig, große Bäume auf dem weitläufigen Gelände versperren fast überall die Sicht:

 

Von Wahn kann man mit der S-Bahn zurück in die City fahren. 

13 km war diese November-Flachland-Tour lang. 

Samstag, 3. November 2018

Alte Photos

Der Bilderkonzern "Photobucket" hat sich etwas Neues einfallen lassen. Er zeigt jetzt zwar wieder meine alten Photos im Blog, sie sind nun aber "watermarked" mit Emblem "proudly hosted on photobucket". Tja, das ist nicht schön. Ich könnte das ändern, aber es kostet momentan 4,03 Dollar/Monat.

Wie ich vor nicht allzu langer Zeit dort schrieb, wollte der Konzern anfangs 399 Dollar/Jahr dafür haben, dass meine Photos im Blog gezeigt werden. Günstiger und vielleicht auch angemessen, ist der Preis geworden.

Sonntag, 28. Oktober 2018

Wanderung Hellenbachtal

Vor einer Woche. In der Nacht war ich lange Bier trinken mit dem Freund in der Ehrenfelder „Braustelle“. Morgens war ich daher gar nicht fit, so dass ich den Anfangs- und Endpunkt der Wanderung „Sinzig“ erst um 15 Uhr erreichte. 

Rd. 12 km ist die Wanderung dann dennoch lang geworden. Es war trotz viel Sonne keineswegs mehr richtig warm, so dass ich wohl schneller ging als zu Sommerzeiten. 

Der höchstens 10 km lange Hellenbach hat vorwiegend am Ende der letzten Eiszeit ein weites sanftes Tal geschaffen. Er mündet in Sinzig in die Ahr, die ihrerseits 2,5 km weiter in den Rhein mündet. Vorwiegend alte Streuobstwiesen sind es, die eine Wanderung an den Hängen des Hellenbachtals lohnend machen können. 

Sinzig hat ungefähr 17.500 Einwohner und lohnt einen Blick auf Kirche mit Zehnthof, einige alte Fachwerkhäuser, Reste einer Stadtmauer und einige Gassen mit mitunter verfallenden Gewerbebetrieben. Der Ort steigt zur Eifel an. 

Bald ist man in der Feldflur und sieht die ersten morschen Obstbäume. Wenn man höher am Hang lang geht, wird die Feldflur sehr offen. 


>Alte Obstbäume<



>Hellenbachtal<



>Ziegen in einem Waldweide-Hain südlich von Westum<



>Alte Obstbäume, Hellenbachtal<



>Agrarlandschaft südwestlich von Roisdorf<

Bei Löhndorf querte ich den Hellenbach und ging auf der Nordseite zurück nach Sinzig. Dort am Waldrand gab es sogar einen öffentlichen Waldbücherschrank in einer halboffenen Hütte. 


 >Fachwerkhäuser in Löhndorf<



>Hellenbachtal<

Nach Sinzig runter geht es über den Hellenberg recht steil durch Wald:


Ich war dann noch am Kirchplatz in Sinzig. Aber es dämmerte schon stark und zu solchen Zeiten sind der Platz und die Gastronomie dort – auch in Anbetracht der herbstlichen Temperaturen praktisch tot und werden die „Bürgersteige hochgeklappt“. 


>Kirche von Sinzig. Innen soll es auch eine Mumie geben.<

Von der rühmlichen Vergangenheit Sinzigs sieht man Einiges, man spürt aber wenig von der rühmlichen und der unrühmlichen Vergangenheit. 

Bei wikipedia könnt ihr über die Glanzzeiten der Stadt vom 12. - 14. Jahrhundert und vom Niedergang im 16. - 18. Jahrhundert nachlesen. Geschichte liest sich manchmal komisch, ich übersetze: früher wurde die kleine Stadt (und mit ihr die Bürger) häufig hin- und her verschenkt, später wurden die Bürger gelegentlich von der einen oder der anderen Seite abgemurkst.