Dienstag, 19. März 2019

Köln-Wanderung Heimersdorf – Auweiler – Bocklemünd

Am Sonntag war in Köln wieder viel Wind angesagt, weshalb ich nach den Erfahrungen der Vorwoche nur in Köln unterwegs war. Es war dann allerdings viel weniger Wind. Nun ja, es läßt sich dennoch nicht so genau vorhersehen, ob irgendwo ein Baum über die Gleise stürzt und die Rückkehr verzögert oder gar verhindert. 

Spannend oder gar interessant war die Wanderung nicht gerade. Ich ging am Rande von Heimersdorf, Lindweiler und Pesch entlang. 



>Am Rande von Lindweiler<

Nördlich von Pesch kommt man an zwei großen Kiesgrubenseen vorbei, die aber beide umzäunt sind. 


>Escher See<

In Esch stellte ich mich kurz unter ein Vordach einer Schule, da ich Regen erwartete. Es kam aber kaum was runter. 


>Blick Richtung Auweiler<



>Wanderroute. 11,7 km lt. Komoot<

In Auweiler gibt es ein paar Höfe im Dorfkern: 


Danach, nahe dem Pescher See, stürzte ich mal wieder an einer schlammigen, matsch-glatten Stelle. Der Photoapparat war diesmal in der Phototasche, aber meine Hose ziemlich versaut. 


>Am Pescher See, auch ein ehemaliger Kiesgrubensee. Hinten auf der Sandbank sitzen Vögel. Unten: illegale Müllentsorgung.<


Der Weg führte dann am Pescher See und wenig später am Stöckheimersee entlang. 


>Am Stöckheimersee<


Der Rest der Strecke durch Bocklemünd zur Bahnhaltestelle am Westfriedhof war identisch mit dem der Vorwoche.



>In Köln-Bocklemünd<


Ursprünglich wollte ich dort nicht lang gehen; doch wenn man am Stöckheimersee nach Südosten abbiegt, gibt es keinen sinnigen Weg mehr, um nach Südwesten Richtung Widdersdorf zu kommen.

Donnerstag, 14. März 2019

Kinotipp: Kirschblüten & Dämonen


Doris Dörrie zählt zu meinen beliebtesten deutschen Filmregisseurinnen - vor allem wegen ihrer Japan-Filme wie „Kirschblüten – Hanami“ (2008) und „Grüße aus Fukushima“ (2016). Mit „Kirschblüten & Dämonen“ hat sie wieder einen solchen Film gemacht, der an „Kirschblüten – Hanami“ anknüpft, mindestens zur Hälfte allerdings auch in Bayern spielt. 

Der Protagonist ist starker Alkoholiker und bekommt es mit Visionen oder echten Geistern zu tun, zu denen die toten Eltern gehören. Als er Besuch von einer Japanerin bekommt, die ihren Vater kannte, leben sie eine Weile in dem alten, seit Jahren verlasssenen Haus der Eltern auf dem Lande zusammen. 

Doch die Probleme lösen sich nicht auf und als die junge Frau wieder verschwindet, folgt er ihrer Spur nach Tokyo und kommt bei einer alten Frau zu erschreckenden Erkenntnissen. 

Der Reiz des Films besteht darin, dass er sich in keine Schublade stecken lässt. Modernes Märchen, Familiendrama, oder Mystery-Drama mit Anklängen an japanische Horrorfilme?“, meint epd-film

Ein guter Film, aber auf melancholische Gespensterfilme sollte man schon stehen. Er gefiel mir jedenfalls besser als Naomi Kawase's japanischer Wald-Mystik-Film "Die Blüte des Einklangs", den ich vor einigen Wochen im Kino sah.

Sturmwanderung Pulheim - Bocklemünd

Am letzten Sonntag fuhr ich gegen Mittag mit dem Zug nach Pulheim. Der Ort grenzt an Köln und war mit Bedacht gewählt, denn es war starker Wind angesagt und die Option, nach Köln notfalls zu Fuß zurückzugehen, wollte ich wahren. 

In Pulheim war das Wetter zunächst so schlecht, dass ich gar nicht wagte loszugehen. 



Es windete stark, es war laut und nieselte manchmal, blauer Himmel war nur ganz selten mal zu sehen, dafür bedenkliche Wolken. 



>Nußschlag machte mir eher die geringsten Sorgen - es hingen sowieso keine Nüsse mehr an den Bäumen<

Deshalb ging ich zunächst etwas im Ort herum, beispielsweise zum zufällig entdeckten „Walzwerk“. 


>Das Walzwerk ist ein inzwischen umgenutzter Standort. Es gibt dort beispielsweise Arztpraxen, ein Restaurant, ein Theater<

Eigentlich wollte ich nach Königsdorf wandern, entschied aber, das besser nicht zu machen und zurückzufahren. 

Als ich wieder am Bahnhof war, war es allerdings zu spät, da die Bäume irgendwo bereits über die Gleise gefallen waren. Ich habe mir die Situation am Bahnhof eine Weile angesehen bzw. angehört, denn dort stand seit geraumer Zeit ein Zug nach Koblenz, aber da es mir nicht sicher schien, dass dieser in absehbarer Zeit weiterfahren würde, entschied ich, dann doch zu Fuß nach Köln zu gehen und einen kürzeren Weg direkten Weg nach Bocklemünd zu nehmen. Das war wahrscheinlich auch gut so, zumal sich die unfreundliche Wolkendecke aufgelöst hatte und es sehr schön wurde. 

Ich verließ Pulheim Richtung Pletschmühle:


An der Pletschmühle beginnen die Felder und der Weg führte zunächst am Pulheimer Bach entlang, der hier etwas aufgestaut ist und in einer Art Auenlandschaft das Naturschutzgebiet „Große Laache“ bildet:


Dort habe ich auch mal 18 Minuten während des Gehens den Dezibelmesser des Smartphones laufen lassen. Ergebnis: 79 dB(A) Mittelwert, Spitzen bis 90 dB(A). 80 dB(A) steht für starken Straßenlärm. Es war also recht laut, und es war nur Wind, der zu hören war. 

Ich kam am Stöckheimerhof vorbei. Dort war ein Baum über den Weg gefallen:


Am Stöckheimerhof gibt es eine ehemalige Kiesgrubenseen, die heute Naturschutzgebiet sind. Ich riskierte einige Blicke, wofür man wegen den Waldgürteln runter zu den Seen laufen muss. 



>Photo oben: Stöckheimer See, unten: Baadenberger Senke<


Auf dem Weg runter zur Baadenberger Senke bin ich gleich zwei mal gestürzt, da es auf diesem moosbewachsenen nassen Weg sehr rutschig war. Tja, meine Kamera, die ich in der Hand hatte, ist jetzt auch nicht mehr „wie neu“. Außerdem habe ich eine sichtbare, aber nicht schmerzhafte Prellung am Schienbein davon getragen. 

Nach den Seen kam ich nach Bocklemünd. Hier gab es auch ein paar Sturmschäden zu sehen: 

 
>Sturmschäden in Bocklemünd. Im oberen Photo sieht man eine über Autos und die Straße gekippte Fichte. Die Feuerwehr war gerade dabei, den Baum zu zerlegen. Im unteren Bild sieht man abgestürzte Dachpfannen, die als Schutt zum Teil auf der Straße liegen.<


Die Straßenbahn dort am Westfriedhof fuhr zum Glück noch. 

Lt. Komoot war die Wanderung 14,7 km lang. 

Abends war ich sogar noch im Kino in der Filmpalette. Um dort hinzukommen, musste ich störungsbedingt den ungewöhnlichen Weg über den Hauptbahnhof und Ebertplatz nehmen, weil die „15“ nicht auf der Ringstrecke fuhr.