Sonntag, 22. April 2018

Urlaubsplan: Der dritte Polen-Abstecher

Die zweiwöchige Mai-Reise soll in Wilna (Vilnius) beginnen. Vor knapp 20 Jahren, im August 1999, war ich dort schon mal einige Tage. Mehr als einen positiven Gesamteindruck vermag ich meinen Erinnerungen allerdings nicht zu entnehmen. Ich war damals beeindruckt vom morbiden Charme der Altstadt, die zu den größten in Osteuropa zählt und 1994 zum UNESCO-Welterbe erklärt wurde - und heute wahrscheinlich visuell wohl sehr anders aussehen wird. 

Ich denke mal, die litauische Hauptstadt ist ein guter Ort, die Reise zu beginnen. Heute habe ich daher einen Ryanair-Flug „Köln – Wilna“ für rd. 95 € gebucht. Dass der Flieger am 1. Urlaubstag abends fliegt, passt mir zwar einerseits gut, ist aber keineswegs optimal, da ich vermutlich mit dem Taxi vom Airport zur Unterkunft fahren muss und im Dunkeln nichts mehr von der Stadt sehe. Eine halbwegs vernünftige Alternative zu diesem Flug gab es aber nicht. 

Von Wilna kann ich mit dem Zug nach Polen fahren. Genaueres ist noch unklar. Aber Danzig ist auf jeden Fall geplant. 

Am Ende der Reise sind zwei, drei Nächte Berlin eventuell geplant. Ich muss da eine Bildungslücke schließen, schließlich war ich dort noch nie. Von Berlin kann ich dann auch mit dem Zug zurück nach Köln fahren. 

ASIA-Roman: Han Kang „Die Vegetarierin“

Die süd-koreanische Autorin Han Kang hat man hierzulande neu entdeckt. Das hat mit ihrem spät ins Englische übersetzten Roman „Die Vegetarierin“ (orig. 2007) zu tun hat, denn dieser erhielt in 2016 den britischen Man Booker International Prize, verkaufte sich daraufhin in mehreren 100.000 Exemplaren - und das wiederum blieb auch den deutschen Verlagen nicht verborgen. 

In dem Roman erzählt die Autorin von einer zunächst höchst gewöhnlichen Ehefrau, die von einem Tag auf den anderen nach einem finsteren Traum strikte Vegetarierin wird, wodurch sie nicht nur bei ihrem höchst gewöhnlichen Ehemann, der ein ordentliches Frühstück gewohnt war, auf wenig Begeisterung stößt, sondern bei der ganzen Familie aneckt. Das zeigt sich dann endgültig auf einem Familienfest, das in einem Eklat endet. 

Der Mann ihrer Schwester verrennt sich unterdessen in sein Kunstprojekt. Er kann die Vegetarierin überzeugen, ihren Körper komplett mit Blumen zu bemalen, lässt sich schließlich selbst mit Blumen bemalen und dann filmen sie sich beim Sexualakt – und fliegen auf. 

Während der Mann untertaucht, entwickelt die Vegetarierin die Obsession, sich immer mehr als Pflanze zu sehen und verweigert schließlich sämtliche Nahrung. 

Einen erotischen Touch kann Han Kang's Roman nicht verleugnen. 

Es ist die große Kunst der Erzählerin Han Kang, dass man am Ende ihres bezwingenden Todesartenzyklus nicht mehr weiß, ob die junge Frau nicht einfach die bessere Wahl getroffen hat“, meint die zeit

 „An vielen Stellen erinnert der Roman an die Literatur von Haruki Murakami, mit ihrer leichten, aber effektvollen Sprache, dem Thema der Einsamkeit, der erotischen Stimmung und der Irritation gegenüber der Welt“, meint der deutschlandfunk.

Platzhalter: 2. Polen-Besuch April/Mai 2017, Teil 1

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