Samstag, 1. August 2020

Wanderung Rheinbrohl – Ruine Hammerstein – Leutesdorf

Am letzten Sonntag. Ein 26-Grad-Tag. De oben angegebene Route gehört teilweise zum Rheinsteig-Wanderweg und ist sicherlich eine der schönen Etappen, die zum Naturpark Rhein-Westerwald gehört. 


>Route, aufgezeichnet mit der App „Komoot“. 12.3 km, 360 Höhenmeter bergauf, 360 Höhenmeter bergrunter.< 

Ich startete in Rheinbrohl und nach Durchquerung des Ortes stieg ich zur Rheinbrohler Ley auf. „Ley“ - so werden hier häufig die steilen Mittelrheintal-Felsen genannt. 


Das ist ein schöner Pfad dort hoch, vorbei an Schrebergärten und alten Obstbaumwiesen. Oben hat man den perfekten Blick das Rheintal lang nach Nordwesten und Südosten. Der Pfad führt hier recht nah an der etwa 100 m hohen Abbruchkante zum Rheintal lang:


>Pfade und Ausblicke an der Rheinbrohler Ley<


Es bedarf eines ziemlichen langen Umwegs, um durch das waldige Hammersteiner Bachtal nach Niederhammerstein zu kommen. Aber immerhin ging es weniger steil runter als befürchtet. 


>Runter ins Hammersteiner Bachtal nach Niederhammerstein<


Es sind ungefähr anderthalb Kilometer und etwa 130 Höhenmeter von dort zur Ruine Hammerstein. Ein schmaler Pfad führt zur Ruine:


Die Ruine liegt auf einem Bergsporn direkt am Rhein:


Der Aussichtspunkt zeigt wieder in beide Richtungen den Rhein, hier der Blick in Richtung Südosten nach Leutesdorf:


Die Ruine ist ein schöner Fleck und für Autos deutlich schlechter zu erreichen als etwa die Ruine der Löwenburg im Siebengebirge. 

Von der Ruine aus ging ich durch die Weinfelder nach Leutesdorf. 


>Weinbergweg: Schuttfanggitter<

Da ich in Leutesdorf den Zug um wenige Minuten verpasste, war ich noch im Bacchus Biergarten, der unter Bäumen direkt am Rhein liegt:


Um 20 Uhr war dort nichts mehr los, eine Maske musste ich dennoch aufsetzen, um zum Tischchen zu kommen und ein Corona-Zettel war auch auszufüllen. 

Egal, lobenswert ist, dass der Biergarten überhaupt noch auf hatte und ich bis 20:50 Uhr in Ruhe mein Weizenbier trinken konnte (3 andere Gäste war da auch noch anwesend).

Dienstag, 28. Juli 2020

Bücherwelten: Nury Vittachi's Roman „Der Fengshui-Detektiv“

Dieses Buch, im Jahr 2000 unter dem Titel „The Feng Shui Detective“ erschienen, bildete den Auftakt zu einer ganzen Reihe Folgebände, die um den in Singapore ansässigen chinesischen Detektiv kreisen. 

In diesem Band wird ihm von einem australischen Geschäftspartner dessen junge Tochter als Praktikantin aufgedrängt. Und mit ihr und ihrer schnodderigen Teenie-Art muss er sich auseinandersetzen und nebenbei komplizierte Fälle lösen, einige Morde inklusive. 

Es sind mehrere Geschichten, die hier erzählt werden und das ungleiche Paar in diverse Länder wie Malaysia, Indien und Vietnam führen, wohin sie von ihren Auftraggebern gerufen werden. Auftraggeber sind Privatleute oder Firmen, aber auch der Abt einer Tempelanlage. 

Vielfach geht es dann darum, schlechte Einflüsse, verursacht durch unbedacht konzipierte Räume und Büros, durch Umplanungen besser zu gestalten und nebenbei die skurrilen Hintergründe der Todesfälle oder Unglücke aufzuklären. 

Das Buch ist locker-flüssig geschrieben bzw. übersetzt, der inhaltliche Tiefgang der Geschichten jedoch manchmal eher mäßig. Man erfährt aber auch etwas über asiatische Kultur, vor allem auch der Esskultur. 

Der in Sri Lanka geborene, aber britisch aufgewachsene Autor „ist eben ein Schelm, der sich an dem Buffet klassischer Krimis reichlich bedient und mit diesen Zutaten ein typisch asiatisches Gericht zubereitet: ungewohnt, exotisch, bunt und scharf“, meint die krimi-couch.

Samstag, 25. Juli 2020

Im Kino: Schwarze Milch

Uisenma Borchu's autobiographisch gefärbter Film handelt von einer mongolischen Frau, die in jungen Jahren nach Deutschland auswanderte und viele Jahre später (vorübergehend?) in die Mongolei zu ihrer Familie zurückkehrt. 

Im Mittelpunkt der Geschichte steht ihre Beziehung zur Schwester, die mit ihrem Mann einsam gelegen in der baumlosen Pampa in einem Rundzelt wohnt. Sie leben dort vor allem von einer Ziegenherde. 

Im Film geht es um Entfemdung, verschiedene Sitten und Gebräuche, die vom verwestlichten „Gast“ nicht einfach wieder übernommen werden können – und es geht um ein Verhältnis, das die junge Frau mit einem nomadischen Nachbarn anfangen will. 

Der Film flechtet visualisierte, sexualisierte Tagträume der Protagonistin in die Geschichte ein, erzählt auch relativ explizit vom Ziegen schlachten. 

Insgesamt ist das auch meiner Sicht ein Film geworden, den man gut anschauen kann. 

Der Film „zelebriert die Kraft der Frauen. Er zeigt, wie die Schwestern sich aneinander reiben und zugleich gegenseitig inspirieren“, meint epd-film.