Samstag, März 12, 2011

In Tomohon

Gestern/heute - diese Tage verbuche ich als "krank". Wie ich mir ausgerechnet auf Makian so eine schwere Erkaeltung zuziehen konnte, ist mir allerdings ein Raetsel. Schnupfen, etwas Husten, etwas Fieber, traenende Augen - mich hat's voll erwischt. Einen waessrigen juckenden Ausschlag - ueberwiegend auf der rechten Hand - habe ich mir auch noch zugelegt. Eine allergische Reaktion - auf Hitze, Stress, Pekarinuesse, Insektenschutzmittel? Ich weiss es nicht.



Gestern. Am dritten Tag in Folge musste ich sehr frueh aufstehen, denn der Check-In fuer den Flieger war um 06 Uhr angesetzt. In Ternate fiel am Abend der Strom aus und die Bude heizte sich dann bis 02 Uhr auf 30 Grad auf. Na toll, wenn man um 04:30 Uhr aufstehen muss. Schlaf fand ich nur wenig. Aber wenigstens flog der Flieger der Sriwijaya Airline puenktlich los und der Flug verlief ohne Beanstandungen. Indonesische Airlines stehen nicht gerade im Ruf, besonders sicher zu sein.



Zurueck nach Manado, Nord-Sulawesi - mit dem Flieger ein Katzensprung. Nur gut 200 km. Die 13-stuendige Schiffsfahrt nach Ternate moechte ich aber nicht missen. Man bekommt einen Eindruck von Entfernungen, reist authentischer. Das normale Verkehrsmittel auf den Molukken ist eben das Schiff.



Auf dem Flughafen lungerte ich bestimmt anderthalb Stunden in einem Cafe rum, suchte nach einer Entscheidung, was nun zu tun sei. Aber der Schnupfen war voll ausgebrochen, das Gehirn arbeitete nur noch langsam. Schliesslich entschied ich, mit einem Taxi ins 30 km entfernte Tomohon zu fahren. Tomohon ist eine Kleinstadt in den Bergen. Das Klima hier ist deutlich milder, nur 25 - 27 Grad im Schatten in den Mittagsstunden - gut zur Regeneration, denke ich mal.



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>In der City von Tomohon<



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Das Taxi steuerte das Volcano Resort an, ca. 3 km ausserhalb des Stadtzentrums.



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>Der Weg zum Volcano Resort, 500 m abseits der Hauptstrasse. Der Vulkan im Hintergrund ist der Lokon<



Ich bezog ein Cottage - ca. 12 EUR/Nacht mit Fruehstueck. Das Fruehstueck besteht uebrigens aus Bananenpfannkuchen sowie einen Papaya-Ananas-Obstteller und Kaffee.



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>Meine Huette<



Das einzige, was ich gestern noch machte, war Einkaufen (Papiertaschentuecher!!) und Essen zu gehen. Macht aber auch nichts, denn es regnete und donnerte sowieso mehrfach. Einen kalten scharf gewuerzten Fisch mit Reis und sehr viel Gemuese bestellte ich in einem kleinen Restaurant an der Hauptstrasse - und es gab erstmals seit ca. 2 Wochen ein Bintang-Bier, denn die Minahasan sind schon frueh zum Christentum bekehrt worden. Das Bier musste sein, auf jeden Fall, trotz schwerer Erkaeltung.



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>In diesem kleinen Restaurant war ich dann jeden Abend und trank auch Bier. Das Bintang habe ich jetzt aber weggetrunken und musste heute auf Guiness umsteigen.<



Die Nacht schlief ich ganz gut, und am Morgen lag die Temperatur in der Huette nur bei 21.4 Grad (94 % Luftfeuchte), mit weitem Abstand die kuehlste Temperatur dieses Urlaubs. Ich bin hier eben auf 600 oder 700 m ueber NN.



Heute. Immer noch schwer angeschlagen. Auf den Markt und zum Friseur habe ich es noch geschafft.



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>Der Friseurladen. Es hat ca. 2 Dollar gekostet.<



Der Markt von Tomohon gilt als besonders blutig. Ich bin hier im Gebiet der "Minahasan People". Laut Reisefuehrer essen sie alles, was 4 Beine hat, ausser Tische und Stuehlen. Geschlachtete Schweine, Hunde, Ratten, Schlangen, Flughunde - das kann man sehen auf dem Markt, mit Macheten hauen sie auf die toten Tiere ein, mit kleinen Flammenwerfern werden die Felle abgeflaemmt. Jetzt kommen einige Marktbilder (ihr wurdet gewarnt):



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>Salak, eine meiner Lieblingsfruechte. Ich habe sie gleich am ersten Tag in Manado gekauft<




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>Schweinekoepfe<




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>Hunde, besonders auch klein und als Ganzes besondere Leckerbissen<



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>Python, Hunde, rechts Flughunde<




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Ich ging noch ein paar Kilometer durch die Stadt, schaute auch in die Seitenstrassen. Es ist eine Art Gartenstadt mit einem etwas morbidem Charme. Man sieht Haeuser in allen Stadien des Verfalls.



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Haeufig ist nur das Untergeschoss gemauert und das Obergeschoss aus Holz gebaut - das haelt in diesem Klima nicht ewig. Die Wellblechdaecher rosten. Zugewucherte Grundstuecke mit Ruinen, neue Haeuser, alte Haeuser wechseln sich ab.



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Ab und zu gibt es auch mehr oder weniger verwunschene kleine Friedhoefe:



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Viele, viele bluehende Pflanzen an den Strassenraendern und um die Haeuser, viele Blumenlaeden an der Hauptstrasse verkaufen auch ihre Blumenernte.



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Es fahren auch noch bemerkenswerte viele Kutschen in der Stadt rum.



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5 Kommentare:

  1. Ich wünsche Dir baldigst Besserung
    Deiner Erkältung und der Hand.
    Vor allem das der Kopf wieder "frei" wird.Besseres Klima dafür hast Du Dir ja zum Glück ausgesucht.

    Grüsse aus Jülich

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  2. Auch das noch! ;-(
    GUTE BESSERUNG und möglichst SOFORT!

    P.S. In diesem Teil der Welt, wäre ich völlig deplaziert, des Nahrungsangebotes wegen.

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  3. Wieso? Magst du keine Gemuesesuppe? Ich habe heute eine gute gegessen.

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  4. Also das mit den Hunden... naja. Ich hoffe, sie wurden wenigstens human ins Jenseits befördert, aber ich befürchte: Nein.

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  5. ja natürlich, mag ich gemüsesuppe, aber wenn ich all die (kleinen) hunde sehe, vergeht mir der appetit.
    was mir bei bild nr. 2 city von tomohon auffiel, sind die vielen drähte, die quer über die straßen angebracht wurden. wahrscheinlich strom- und telefonkabeln?
    wie die wäscheleinen in italiens schmalen straßen. unglaublich!

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