Samstag, Januar 24, 2009

Petra-Special VI - Verwitterung

Die Felsen im antiken jordanischen Petra sind er Verwitterung ausgesetzt. Extreme Temperaturschwankungen (Tag - Nacht, Sommer - Winter) müssen sie über sich ergehen lassen, erleben im Winter auch den einen oder anderen Niederschlag und es gibt Sandstürme mit ihren abschleifenden Kräften.

wheather-beaten Sandstone

>Stark verwitterte Fassade eines großen Grabes in Petra<

wheather-beaten Sandstone

>Bei manchen Formen wie solchen freistehenden Bögen oder Pfeilern ist nicht immer sicher, ob sie natürlich oder künstlich entstanden sind. Ich halte sie für künstlich geschaffen und durch Winderosion überformt. Auch bei den "herausgebrochenen Formen" im unteren Bild ist nicht so ganz klar, was künstlich und was als Folge von Verwitterungsereignissen entstand<

wheather-beaten Sandstone

Die Sandsteine neigen aber auch dazu, von innen zerfressen zu werden. Es bilden sich dann Löcher und andere merkwürdige Strukturen. Es hat häufig etwas mit dem Salztransport im Gestein zu tun. Salze und Mineralien werden zu den heißen Gesteinsoberflächen abgeführt und im Innern wird der Stein dann marode.

wheather-beaten Sandstone


wheather-beaten Sandstone


wheather-beaten Sandstone


wheather-beaten Sandstone


Manchmal sieht es auch aus, als wäre der Stein irgendwie geflossen. Ich nehme an, dass es verwitterungsbedingte Krustenstrukturen an der Oberfläche des Felses sind, die irgendwann durch Frostsprengung wegplatzen. Die Ränder werden durch Sandschliff dann wieder geglättet.

wheather-beaten Sandstone


Manche Kleinformen sehen schon sehr merkwürdig aus:

wheather-beaten Sandstone


Andere Formen wie die Gesteinsrippe im unteren Bild sind hinsichtlich ihrer Entstehung einfacher zu deuten. Es sind harte Gesteinsschichten, die durch die Verwitterung aus dem weicheren umgebenden Gestein herauspräpariert wurden.

wheather-beaten Sandstone

Die Gesteinsrippe ist übrigens ca. 15 cm hoch.

Diese Photos entstanden Mitte März 2008.