Samstag, Februar 06, 2010

Neues Ziel

In diesem Jahr fahre ich nicht nach Asien, sondern nach Marokko. Daher gibt es dann keine Fortsetzung in diesem Blog.

Aber ihr könnt hier nachsehen.

Mittwoch, April 01, 2009

Seremban (2)

Vorgestern. Den Nachmittag gewitterte es stundenlang in Seremban mit schönen zackigen Blitzen, ohne dass nennenswerter Niederschlag fiel. Der Regen kam erst am Abend, als ich im Internetcafé saß.

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>Gewitterwolken über Seremban<

Später kaufte ich noch eine lange Hose und zwei T-Shirts in einem Kaufhaus, zahlte hierfür zusammen 17 €. Zum Klamotten-Shoppen ist Seremban ganz gut geeignet, vermutlich besser als das viel kleinere Port Dickson.

Der Chinese vom Hotel zeigte mir einen nahegelegenen Ort, wo man Tigerbeer trinken kann. Das ist in Seremban nicht so einfach, weil es hier vorwiegend nur indische und malaiische Restaurants gibt und die Stadt so gänzlich untouristisch ist. Also ging ich zu einer Art Markthalle, wo es einen speziellen Biershop gab. Ca. 3 Leute fröhnten dort vor einem TV in der ansonsten leeren Markthalle ihrem Laster - das war schon etwas trist, aber mein Bier war mir wichtig.

Ich befürchtete ja, dass die alte Chinesin meine Aircon sofort abstellen würde, wenn ich das Haus verliess, um ein paar Cent sparen zu können. Dem war aber nicht so, ich verbrachte eine gut gekühlte Nacht.

Gestern war mein letzter Tag. Nach dem Ausflug nach Port Dickson, war ich hier am Busbahnhof in dem aircon-klimatisierten und verglasten Donut-Laden. Da hatte ich schon gefrühstückt - lohnt auch für den leckeren Arabica-Kaffee.

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Ich spazierte zurück zum Hotel, spielte unterwegs noch mit diesem Kätzchen:

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Erst dachte ich schon, es wäre tot, so leblos, wie es im Schatten neben einer Mülltonne lag - ich zog dann testweise mal am Schwanz.

Danach duschte ich noch mal ordentlich, packte, scheckte aus und ging zum Busbahnhof. Nur ein Bus zum Flughafen wollte sich nicht einstellen. Schliesslich, es war schon dunkel, nahm ich ein Taxi. Das mache ich ja nicht so gerne, nachts hier mit Auto unterwegs zu sein.

Der indischstämmige junge Taxifahrer erklärte mir, nicht so genau zu wissen, wie man zum Airport käme. Also zockelten wir langsam los, hielten auch gelegentlich an, um über die Richtung und die Schilder zu diskutieren. Kurzum, eigentlich zeigte ich ihm den Weg. 40 km meist stockfinstere, wirre Strecke, meist finsterer "Wald", genauer gesagt, Ölpalmen, durch die wir fuhren. Aber wir kamen schliesslich an.

Über Dubai ging es dann um 2 Uhr Ortszeit zurück nach Düsseldorf, zwei mal rund 7 Stunden Flug mit knapp 4 Stunden Aufenthalt in Dubai. Um 15 Uhr war ich heute zu Hause.

Die Berichterstattung über meinen Urlaub endet hier.


Dienstag, März 31, 2009

Die Küste südlich von Port Dickson

Wenn man von Seremban aus mit einem Cityliner 35 km südwestlich fährt, kommt man nach Port Dickson, einer Kleinstadt am Meer, genauer gesagt an der Straße von Malacca, die hier ca. 40 km breit ist.

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>In Port Dickson, West-Malaysia<

In Port Dickson selbst gibt es nicht so viel zu sehen, ein paar Häuserblocks, ein Jachthafen.

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>Jachthafen von Port Dickson, im Hintergrund sieht man Cape Rachado<

Ansonsten ist die Küste hier industriell zugebaut, vielleicht ist noch ein hinduistischer Tempel erwähnenswert, der auf große indische Minderheiten hinweist, die hier und auch in Seremban leben.

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>Der hinduistische Tempel in Port Dickson<

Immerhin lag gegenüber dem Terminal eine leicht zu verstehende Poststelle.

Südlich von Port Dickson gibt es jedoch 18 km Strand, zum Teil mit kleinen vorgelagerten Inseln. International ist die Straße von Malacca eher wegen Piraterie bekannt, weniger für ihre Strände. Das Wasser ist hier grünblaubraun und nicht klar, da die Flüsse von Sumatra und der malaiischen Halbinsel Feinsedimente in die Meeresenge spülen. Dennoch reihen sich am Strand die Ressorts mit klingenden Namen, wobei es sich aber auch um 20-stöckige modrig aussehende Betonburgen handeln kann. Es ist nicht ganz billig hier, aber Port Dickson oder der Strand südlich davon wäre vielleicht eine Übernachtungsalternative zu Seremban.

Ich fuhr mit einem Bus den Küstenstrich ab, wollte eigentlich am Cape Rachado einen alten Leuchtturm besuchen, fand ihn aber nicht - vielleicht ist er unter Regenwald versteckt.

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>Am Cape Rachado nahre Blue Lagoon Village<

Ich fuhr dann wieder zurück nach Seremban, bei 32 Grad lässt es sich sowieso nicht so gut rumlaufen.


Montag, März 30, 2009

In Seremban

Nach einem Frühstück mit Toast und Kokosnuss- bzw. Erdbeermarmelade und selbst gemachten Kaffee bei den Sandakan Backpackers flog ich heute morgen zu einer moderaten Zeit mit AirAsia von Sandakan nach Kuala Lumpur zurück und habe damit in der ersten Etappe schon mal Borneo verlassen. 2 Std. 45 Minuten dauerte dieser Flug.

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>Oben der Flieger, unten Blick auf Flusslandschaft nahe Sandakan, Sabah<

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Mit einem Taxi fuhr ich dann die 40 km nach Seremban. Dafür muss man schon mal 13-14 € hinlegen, aber das ist mein Ausweichziel, wenn ich mich nicht durch den Stadtverkehr von Kuala Lumpur quälen will. Vor 2 Jahren war ich schon mal hier - allerdings bin ich diesmal doch enttäuscht, die Stadt wirkt etwas "fahl oder leblos" im Vergleich zu den Borneo-Städten.

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>Chinesische Häuserzeile in Seremban, West-Malaysia<

Abgestiegen bin ich diesmal in einem einfachen und billigen chinesischen Hotel namens Chiew Kee (10 €/Nacht) - es wird sich allerdings noch erweisen, ob das eine gute Idee war.

Am Nachmittag wollte ich etwas bei der Post erledigen, aber ich hab's aufgegeben, war mir zu kompliziert und voll - man muss dort zunächst eine Nummer ziehen wie bei uns im Einwohnermeldeamt. Also ging ich Kaffee trinken, aß mal wieder Mee Goreng Ayam, was diesmal ziemlich scharf war und viele Hühnerknochen enthielt - ich werd's wohl überleben. Vorhin habe ich Macadamianuss-Orangeneis gegessen, trank einen Mango-Milch-Shake.

In diesem mittelprächtigen Internetcafe werde ich es allerdings mangels Aircon nicht lange aushalten.

Morgen Nacht geht der Emirate-Flieger nach Dubai.


Sandakan, Sepilok (2)

Vorgestern stand ich also kurz vor 6 Uhr in Semporna auf, scheckte aus und ging zum Busbahnhof, aß dort Spiegeleier auf Toast, trank einen (schlechten) Kaffee. 7 Uhr 20, bereits 28.5 Grad, 70 % Feuchte. Aber der Bus hatte Aircon, fuhr recht zügig in gut 5 Stunden die Strecke nach Sandakan, machte eine angemessene Pause in der Mitte. Diesmal scheckte ich bei den Sandakan Backpackers ein, 13-14 €/Nacht incl. Frühstück - sozusagen direkt an der neuen "Freizeitmeile" der Stadt.

Da mir das Mee Goreng Seafood in Semporna an zwei aufeinanderfolgenden Tagen bei zwei verschiedenen Chinesen nicht so gut bekam (etwas Durchfall, vermutlich ein Problem in der Kühlkette des etwas rückständigen Sempornas), ging ich mal wieder in einen KFC-Laden. Seither überlege ich aber doch, wer die schlechtesten Hühnchen braten kann. Sabah hat da einige Kandidaten, die in die engere Wahl kommen.

Ich war in einem modernen Aircon-Drogeriemarkt, als in der Stadt partiell der Strom ausfiel - die Mädchen hatten Taschenlampen und batteriegetriebene Handscanner, um trotzdem noch kassieren zu können.

Zum Sonnenuntergang kann man den Blick über das Meer schweifen lassen, sieht Frachter und die kleinen Kriegsschiffe des an die Flaniermeile angrenzenden Militärhafens. Ratten, Kakerlaken und Katzen leben zwischen den großen ins Meer geschütteten Steinen am Flanierkai. Aber es war nur eine Ratte, die ich in Sandakan sah.

Das Frühstück am nächsten Morgen musste man sich selbst machen - das hat Vorteile beim Toasten und Kaffee machen. Ich fuhr dann wieder mit dem 1-€-Bus zum 25 km entfernten Sepilok.

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>Sepilok, Eingangsbereich<

Diesmal war es deutlich interessanter dort. Morgens kamen 5 - 6 Orang Utans, und vor allem kamen sie aus dem Bäumen, hingen oder saßen dort:

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Auf einem kleinen Bäumchen schlief noch eine kleine grüne Viper:

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Sepilok ist schon ganz schön "schwitzig", wenn man da im Halbschatten der Bäume oder gar aus photographischen Gründen in der Sonne steht, um die Orangs abzulichten - man ist schnell schweissgebadet, ohne überhaupt etwas getan zu haben.

Ich vermied es diesmal, nach der ersten Fütterung noch mal in den Regenwald weiter rein zu gehen, nachdem ich letztens dort von 4 Blutegeln gebissen wurde, döste stattdessen bei 32 Grad in einer abgeschatteten Rotunde mit Sitzbänken und wartete auf die Nachmittagsfütterung. Am Nachmittag war es dann auch spannend, weil ein Orang Utan und diverse Makakken auf die Besucherplattform kamen.

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>Die Besucherplatform wird erobert<


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>Der Affe tut unschuldig, aber hier droht Gefahr - besonders für die Brille des Touristen!<


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Am späten Nachmittag suchte ich wieder die "Flaniermeile" auf, trank Kaffee und unterhielt mich mit einem Philippino (na klar, es ging ihm wesentlich darum, mir klar zu machen, dass es eine gute Idee wäre, jetzt endlich eine malaysische oder philippinische Frau zu heiraten, von denen es hier viele Kandidatinnen gäbe).

Abends trank ich - wie zuletzt immer schon gewohnheitsgemäß - bei einem Chinesen 2 Tiger-Beer-Dosen. Viel Auswahl gibt es in Sandakan allerdings nicht.


Freitag, März 27, 2009

Semporna (2)

Es gibt hier nichts Besonderes zu vermelden. Der Urlaub naehert sich seinem Ende. Daher sollte ich mich morgen unbedingt auf den Weg zurueck nach Sandakan machen, was ca. fuenfeinhalb Bussstunden noerdlich liegt - vorzugsweise mit dem Fernbus, der sich hier um 7 Uhr 30 Richtung Kota Kinabalu auf den Weg macht, weil es sonst wieder mit Minibussen aeusserst schleppend voran gehen koennte.

Einstweilen bin ich haeufiger an der Anlegestelle und am Markt.

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>An der Anlegestelle heute morgen<

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>Der Berg im Hintergrund gehoert uebrigens zur Insel Gaya, wahrscheinlich ein interessantes, vielleicht aber auch kein sicheres Ziel - auf dieser malaysischen Insel sollen 15.000 Philippinos wohnen, mehr verraet mein Reisefuehrer nicht.<

Quer durch die Bucht zieht sich ein Riff, das bei Ebbe gegen Mittag auftaucht und nur eine enge Passage zum Ein- und Auslaufen der Boote laesst.

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>Auf diesem Bild sieht man das Riff<

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Auch lerne ich hier ab und zu Leute kennen, die mir z.B. nahe legen, hier in Semporna doch endlich mal zu heiraten und bei der Vermittlung behilflich sein wollen.

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>Ein Eier- und Fleischgeschaeft am Markt - der Haendler und seine Frau, unten auf dem Bild seine Tochter, die nahebei in einem Restaurant arbeitet. Das Fleisch von Huehnern und Rindern wird uebrigens aus den USA importiert.<

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In mancher Hinsicht hat man hier schon gar nicht mehr das Gefuehl, ueberhaupt noch in Malaysia zu sein. Der Lebensstandard und die technische Infrastruktur dieser kleinen Stadt aehneln mehr der von Indonesien oder den Philippinen, z.B. gibt es auch kein Kaufhaus mit Aircon. Allerdings gibt es hier andererseits z.B. dieses hochklassige Highspeed-Internetcafe, in dem ich gerade sitze.